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06.06.2005

Wein + Architektur 1

Symposium am 6. Juni 2005

Villa Ludwigshöhe in Edenkoben

Was in den USA, Südafrika, Spanien, Italien, Frankreich oder Österreich längst Realität ist, beginnt hierzulande erst zaghaft:

Die Hinwendung zur zeitgenössischen Architektur. Zuerst haben die großen Weinbaubetriebe, beispielsweise im Kalifornischen Nappa Valley, signifikante, zeitgenössische Architektur als Markenzeichen und integralen Baustein ihres Marketingkonzeptes verstanden und aufgebaut. Längst haben aber auch mittlere und kleine Betriebe, beispielsweise in Österreich Erlebnisräume für die immer anspruchsvollere Kundschaft geschaffen.
 
Weinarchitektur abseits von reinen Zweckbauten oder applizierter Fachwerkgemütlichkeit zieht Käuferschichten an, die hochwertigen Wein in einem nicht minder anspruchsvollen Ambiente verkosten und kaufen wollen.

„Qualität“ als oberste Maxime darf sich, um authentisch und glaubhaft zu sein, nicht auf die Arbeiten im Weinberg und im Keller beschränken, sie muss sich als Signal durch alle Segmente der Weinherstellung und Vermarktung ziehen, damit die Direktvermarktung eine Chance gegen Billigangebote in Supermärkten und Discounterketten hat. In Österreich war es wohl der Druck der Verhältnisse nach den Glykolskandalen, der für den Aufbruch gesorgt hat. In Deutschland werden es, so Otto Schätzel, Leitender Landwirtschaftsdirektor im Dienstleistungszentrum Rheinhessen, Nahe, Hunsrück in Oppenheim, die stark sinkenden Marktanteile im mittleren Preissegment sein, die in den kommenden Jahren Investitionen der Winzer erzwingen, um als Direktvermarkter gegen die Billigkonkurrenz bestehen zu können. Sie brauchen kompetente Architekten als Berater.

Genau an dieser Stelle sollte das erste Symposium "Wein + Architektur" auf der Villa Ludwigshöhe in Edenkoben, zu dem Anfang Juni die Architekten- und die Landwirtschaftskammer, das Dienstleistungszentrum, Burgen, Schlösser, Altertümer und die Weinbauverbände mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums eingeladen hatten, ein Scharnier bilden. Die zahlreichen Teilnehmer und angeregte Diskussionen haben gezeigt, dass er Ansatz Erfolg verspricht. 

Weiterführende Infos » 

Wein_Architekur_1.pdf Einladungsflyer zum 1.Symposium