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Startseite > Veranstaltungen > 2005 > wegweisend ... auf Geschichte bauen

30.11.2005

wegweisend ... auf Geschichte bauend

  • Ein Programm zur Baukultur im staatlichen Bauen. Zum ersten Mal präsentiert.

  • Interdisziplinäre Architekturwettbewerbe für Baudenkmäler in Rheinland-Pfalz.

  • Im Weltkulturerbe bauen. Barrieren abbauen.

In der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund in Berlin

Eine Veranstaltung des Ministeriums der Finanzen des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Dialogs Baukultur in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und dem Bund Deutscher Architekten.

Am 30. November 2005 wurden unter dem Motto "Wegweisend...auf Geschichte bauen" die Ergebnisse von zehn interdisziplinär ausgelobten Architekten-Wettbewerben einem breiten Fachpublikum vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Wettbewerbe stand die Verbesserung der Besucherinfrastruktur an Burgen, Schlössern und Altertümern, der Informationsmöglichkeiten und des Aufenthalts an diesen historischen Orten.

Zum Auftakt der Veranstaltung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin sagte der rheinland-pfälzische Finanzminister Gernot  Mittler, sein Bundesland sei sich der besonderen Rolle bewusst, die es durch die Vielzahl historischer Baudenkmäler und einer "Baugeschichte zurück bis zu den Römern" einnehme. Man sei deshalb den Weg gegangen, über hochkarätig besetzte Wettbewerbe Baudenkmäler zu gestalten, "dass Bleibendes entsteht und sich an Bleibendes fügt".

Dabei, so Mittler, sei es vor allem um das "Spannungsfeld gegangen: Wo sind behutsame Eingriffe in das Denkmal erlaubt, wo ist respektvolle Distanz geboten?" Die Baudenkmäler sollten barrierefrei zu erreichen sein. Baugeschichte und Geschichte sollten sich der Bevölkerung und den Besuchern "verständlich, klar und schön" präsentieren.

Die vom Land Rheinland-Pfalz ausgelobten Wettbewerbe brachten  hochklassige Entwürfe von renommierten Teilnehmern. In der Berliner Landesvertretung wurden davon vier Wettbewerbe präsentiert. Dabei geht es vor allem um die Neugestaltung der Eingangssituationen:

  • Den Wettbewerb zur Neugestaltung der Eingangssituation der römischen Kaiserthermen in Trier hat der Architekt O. M. Ungers, Köln, zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Bernhard Korte gewonnen. Ungers plante in Berlin die Sanierung des Pergamon-Museums.
  • Den Wettbewerb zur Burgruine Hardenburg (Bad Dürkheim, Pfalz) entschied Helmut Riemann zusammen mit den Landschaftsarchitekten WES & Partner für sich. Hinnerk Wehberg von WES hatte in Berlin zuletzt einen Wettbewerb zur Umgestaltung des Alexanderplatzes gewonnen.
  • Das Entree der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz wird gestaltet von HG Merz, zusammen mit Topotek 1. Sie gewannen den Wettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz. Merz hat in Berlin die Alte Nationalgalerie saniert.
  • Die Gedenkstätte zum Konzentrationslager Hinzert bei Trier haben Wolfgang Lorch und Nikolaus Hirsch entworfen, nachdem sich ihr Entwurf im Wettbewerb durchgesetzt hatte. Als Landschaftsplaner ausgewählt wurden Bielefeld Gillich Heckel aus Trier. Lorch und Hirsch hatten in Berlin die Gedenkstätte am Bahnhof Grunewald gestaltet.

Die interdisziplinär durchgeführten Wettbewerbe hatten zum Ziel gehabt, "Architektur, Landschaftsplanung, Innenarchitektur, Denkmalpflege und Naturschutz mit den Anforderungen der Kommunikation und der Barrierefreiheit zu verbinden.
Mittler freute sich sehr, dass dies auf qualitativ so hohem Niveau geglückt sei: "Es sind nicht zuletzt Altertümer und Bauwerke, die die Außenwahrnehmung und die Identität eines Landes nachhaltig prägen."

Weiterführende Links:

Rheinland-Pfalz Bank 

Dokumentation.pdf (5.97 mb) Zeitschrift des LRP
Infoblatt_zu_wegweisend.pdf (436.96 kb) Informationsseite zur Veranstaltung