25.11.2003
Fachveranstaltung „Konversion – Chancen im Städtebau“ in Landau i.d. Pfalz
Interreg-Projekt „Nachhaltiges Planen und Bauen am Oberrhein“
Für das Interreg-Projekt „Nachhaltiges Planen und Bauen am Oberrhein“ haben sich Projektpartner aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, der Schweiz und Frankreich zusammengefunden. In diesem Rahmen fand am 25. November 2003 in Landau die zweite trinationale Fachveranstaltung mit dem Thema „Konversion – Chancen im Städtebau“ statt.
Dabei wurden nicht nur planerische Prozesse und architektonische Realisierung diverser Konversionsobjekte (Umnutzung von Militär-, Industrie- und Verkehrsbrachen) in der Oberrheinregion diskutiert, sondern seitens des Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron wurde auch über die Tate Gallery of Modern Art in London berichtet.
Am Nachmittag der Tagung fand am Veranstaltungsort eine Besichtigung der nach dem Abzug der Franzosen umgenutzten militärischen Liegenschaften in Landau statt: Das ehemalige Militärlazarett wurde zum ökologisch orientierten Wohnquartier mit Mehrgenerationenmodell - dem „Lazarettgarten“; in der Landauer Innenstadt sind u.a. die Umnutzung des ehemaligen Gefängnisses (heute: Studentenwohnheim) und der Schlachthalle (heute: Stadtbibliothek) beispielhaft realisiert worden.
Zu der durch die EU geförderten Initiative „Nachhaltiges Planen und Bauen am Oberrhein“ haben sich 16 öffentliche und private Träger aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich zusammengeschlossen. Anfang Juni wurde bereits mit einer Tagung in Straßburg mit rund 200 Teilnehmern die zweisprachige Veranstaltungsreihe eröffnet. Insgesamt werden acht trinationale Fachveranstaltungen zu verschiedenen Bau- und Planungsthemen wie z.B. „Ökologische Baustoffe“, „Wohnen in der Stadt“ oder „Integrierte Verkehrsplanung“ an unterschiedlichen Orten am Oberrhein stattfinden. Alle Fachveranstaltungen werden auf deutsch sowie französisch simultan übersetzt.
Das Projekt will den grenzüberschreitenden fachlichen Austausch fördern und dadurch ein Beziehungs-Netzwerk am Oberrhein entstehen lassen. Denn eine nachhaltige Entwicklung im Bereich des Bauen und Planens ist in dieser geographischen Einheit Oberrhein nur trinational möglich!
Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der Geschäftsstelle unter 07621 9407825.