Landeswettbewerb "Werkstatt Innenstadt"
Die Innenstadtentwicklung ist und bleibt eine der dringlichen Aufgaben in vielen Städten und Gemeinden. Dem drohenden Leerstand vieler Geschäfte und der damit verbunden Verwahrlosung muss eine Aufwertung des Stadtkerns nicht nur als Aushängeschild sondern auch als lebendiges Zentrum entgegengesetzt werden, besitzt er doch hohen Identifikationswert für die Bürger und Bürgerinnen der Stadt selbst.
Ziel war es, "eine Offensive zur Aufwertung der Innenstädte als Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft zu starten und modellhafte, innovative Projekte zur Stärkung der Innenstädte in Rheinland-Pfalz zu erarbeiten." (Zitat Staatsminister Karl Peter Bruch, 2005). Der Wettbewerb "Werkstatt Innenstadt", den das Ministerium für Innern und für Sprt im April 2004 ausgelobt hat, nahm sich dieses Themas an.
1. Wettbewerbsphase
45 Städte von rund 200 haben sich beworben. Neun von ihnen wurden im Juli 2004 für die Qualifizierungsphase ausgewählt. Das waren Landau, Worms, Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Bitburg, Hassloch, Höhr-Grenzhausen, Stromberg und Hermeskeil. In den folgenden neun Monaten wurden Projekte in den Städten gemeinsam mit Bürgern und Investoren bis zur Umsetzungsreife weiterentwickelt. Inhaltliche und fachliche Unterstützung erhielten die Städte dabei bei den Fachleuten der Werkstattassistenz sowie bei der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz.
Prämierung
Im Mai 2005 wurden die Arbeiten prämiert:
1. Kategorie
(mehr als 30.000 Einwohner)
1. Platz: Landau (Preisgeld 500.000 €)
2. Platz: Worms (250.000 €)
2. Kategorie (zwischen 10.000 und 30.000 Einwohnern)
1. Platz: Bad Dürkheim (400.000 €)
2. Platz: Bitburg (200.000 €)
3. Kategorie (bis 10.000 Einwohner)
Zwei 2.Plätze: Höhr-Grenzhausen und Stromberg (je 225.000 €)
2. Wettbewerbsphase
Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Wettbewerb ist jedoch die Initiative "Werkstatt Innenstadt" noch nicht beendet. Denn das Ziel war neben der Erarbeitung einer lokalspezifischen Lösung eine Übertragbarkeit der Projekte. In der zweiten Phase sollen also nun die in den vergangenen Monaten erworbenen Erkenntnisse in andere rheinland-pfälzische Gemeinden getragen werden. Dabei soll die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz auch weitere Wege zur Stärkung der Innenstädte im Lande aufzeigen.
Der Wettbewerb hat gezeigt, dass sich durch innovative Ideen und Engagement aller für die vielfältigen Probleme der jeweiligen Innenstädte Lösungen finden lassen, die eine positive Entwicklung anstoßen können.
Es wird interessant sein zu verfolgen, inwiefern die prämierten Städte und ihre Projekte diese Entwicklung steuern können.