Realisierungswettbewerb "Gedenkstätte Hinzert"
Für die Errichtung eines Dokumentations- und Begegnungshauses der Gedenkstätte des ehemaligen SS-Sonderlagers/KZs Hinzert wurde vom Land Rheinland-Pfalz ein Realisierungswettbewerb ausgelobt, der im September 2003 juriert wurde.
Mit der zu errichtenden Gedenkstätte sollte ein Instrument geschaffen werden, das der Öffentlichkeit als Erinnerungsbrücke dient.
Das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, Mainz, hatte den Wettbewerb ausgelobt.
Im Dezember 2005 wurde das Dokumentations- und Begegnungshaus eröffnet. Planung und Bauleitung dafür hatte das Saarbrücker Architekturbüro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch , das mit seinen Entwürfen bei dem Realisierungswettbewerb den ersten Platz belegte.
Das Haus setzt weithin Zeichen.
Die "Verwerfungen" der Landschaft, die trügerische Pastorale soll sich in den Faltungen, Knicken und Brüchen des Corten-Stahl-Hauses abbilden.
Einerseits mit dem Gelände verwachsen, bildet der lang gestreckte polygonale Baukörper durch seine rostige Oberfläche und seine Kanten einen strengen Kontrast zum umgebenden Grün. Andererseits ähnelt die Figur in gewisser Weise einer Balgen-Kamera, bei der Objektiv- und Filmebene gegeneinander verdreht wurden, um ein entlegenes, perspektivisch schwer fassbares Objekt zu fokussieren.
Tatsächlich ist der Ausstellungsraum so ausgerichtet, dass sich der Ausblick aus dem abschließenden Panoramafenster mit der auf das Glas gedruckten Montage zweier historischer Aufnahmen des Sonderlagers/KZ Hinzert deckt.
Eindringlicher kann das unsichtbar Vergangene kaum verortet werden.